KONTEXT
In der Chronik „Geschichte der Stadt Tribsees, 1285–1985“ wird beschrieben, dass Johann Wilhelm Eckenberg aus Regensburg im Jahr 1709 in Tribsees eine Apotheke gründete. Sie entstand im Bemühen, das Leben nach der großen Brandkatastrophe von 1702 neu zu ordnen und der Stadt eine verlässliche Struktur zurückzugeben.
Über drei Jahrhunderte später hat die Apotheke ihren angestammten Sitz verlassen. Das Gebäude im historischen Zentrum stand damit vor einer ungewissen Zukunft – ein Befund, der über den Einzelfall hinausweist und viele Häuser in Kleinstädten des ländlichen Raums betrifft.
Die Ursachen hierfür liegen nicht in einzelnen Ereignissen, sondern in langfristigen strukturellen Veränderungen.
Vereinfachende Bilder von Provinz oder ländlicher Idylle greifen zu kurz und verdecken oft die gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Potenziale solcher Orte.
Im digitalen Zeitalter ist kulturelle Arbeit nicht mehr an Metropolen gebunden. Relevanz entsteht durch Inhalte, Haltung und Vernetzung. In diesem Spannungsfeld versteht sich KM13 als Umschlagplatz künstlerischer Ideen und Auseinandersetzungen – für die Region und darüber hinaus.







